Eigenkapital – Small Caps bei Investoren begehrt

Von Axel Rose

BankM hat die MAX21 Management und Beteiligungen AG erfolgreich bei der Platzierung einer Barkapitalerhöhung begleitet. Die Transaktion unterstreicht das Interesse vieler auch namhafter Anleger an interessanten Eigenkapitalemissionen deutscher Mittelständler und macht Hoffnung, dass sich die Schere zwischen hoher Attraktivität und geringer Anlagequote, die in Deutschland in punkto Aktien besteht, endlich zu schließen beginnt.

BankM hat als Sole Book Runner erfolgreich die Barkapitalerhöhung der MAX21 Management und Beteiligungen AG begleitet. Die 883.282 angebotenen neuen Aktien wurden im Rahmen einer prospektfreien Privatplatzierung innerhalb kurzer Zeit bei bestehenden und neuen institutionellen Investoren zu einem Preis in Höhe von EUR 3,60 je Aktie platziert.

Der im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Mittelständler mit Sitz in Weiterstadt investiert zu einem frühen Zeitpunkt in Unternehmen aus der IT/TK-Branche, die Open-Source-Lösungen einsetzen, um auf dieser Grundlage eigene Open-Source-Produkte und -Dienstleistungen anzubieten. Eines der Flaggschiffe im Portfolio ist die pawisda systems GmbH, die marktführend im Bereich des hybriden und digitalen Post- und Mail-Managements ist und die Deutsche Post AG als Partner und Technologielieferant auf deren Weg in eine digitale Zukunft begleitet. Damit bedient das Unternehmen einen der großen globalen Trends, der derzeit noch am Anfang der Entwicklung steht, an dem in Zukunft in vielen Prozessen aber kein Weg vorbeiführen wird.

Um diese Entwicklung aktiver gestalten und bestmöglich daran partizipieren zu können, hat MAX21 im Laufe des vergangenen Jahres sämtliche noch ausstehenden Anteile an der pawisda systems GmbH erworben. Finanziert wurde die Akquisition durch mehrere von BankM begleitete Kapitalerhöhungen in verschiedenen Transaktionsschritten. Bereits im April 2014 wurden über 400 Tausend neue Aktien am Markt platziert einhergehend mit einem Brutto-Emissionserlös von 984 Tausend Euro. Im Juli 2014 folgten weitere 6,5 Millionen Euro im Rahmen einer neuerlichen Kapitalerhöhung um 2 Millionen Aktien. Begleitet wurden die Barkapitalerhöhungen von einer Sachkapitalerhöhung bei der rund 1,9 Millionen neue Aktien gegen die Einbringung weiterer Geschäftsanteile an der pawisda systems GmbH ausgegeben wurden. Seit September 2014 hält MAX21 als alleinige Gesellschafterin einhundert Prozent der Anteile.

Mit der jüngsten Emission will die Gesellschaft nun die operativen und strategischen Voraussetzungen für das weitere Unternehmenswachstum schaffen. Denn auch die zweite Hauptbeteiligung, die LSE Leading Security Experts GmbH, ein führender Anbieter für sichere Anbindungstechnologien rund um herstellerübergreifende Anmeldesicherheit und Identity Management, soll komplett in die Holdingstruktur integriert werden. Dass die Wachstumschancen im Bereich Sicherheitstechnik in einer zunehmend vernetzten Welt enorm sind, können Sie in unserem Aufmacher zur CeBIT nachlesen.

Seit der Gründung im Jahr 2005 finanziert sich die MAX21 Management und Beteiligungen AG nahezu ausschließlich über Eigenkapital. Dies zeigt einmal mehr, dass es für Mittelständler zwar oft ungewiss ist, wie viel Geld beim IPO aufgenommen werden kann, spätere Kapitalerhöhungen dafür relativ leicht möglich sind wenn über gute Zahlen, Transparenz und Investorenpflege erfolgreich Vertrauen geschaffen wird. Der mit den Kapitalerhöhungen einhergehende Anstieg von Marktkapitalisierung und Liquidität der MAX21-Aktie ermöglichte zudem den Einstieg mehrerer institutioneller Investoren. Dies unterstreicht das Interesse vieler auch namhafter Anleger an interessanten Eigenkapitalemissionen deutscher Mittelständler.

Hier finden sich im derzeitigen - und aller Voraussicht nach auch zukünftigen - Niedrigzinsumfeld schließlich noch attraktive Renditen. 5,85 Prozent waren es bei den SDAX-Unternehmen im Jahr 2014. In den vergangenen beiden Jahren betrug die durchschnittliche Rendite jährlich sogar 17,0 Prozent. Kein Wunder, dass 70 Prozent der institutionellen Investoren in Aktien gemäß einer Untersuchung der ING unter Risiko-Ertrags-Gesichtspunkten aktuell die attraktivste Anlageform sehen. Gleichzeitig beträgt die Aktienquote in Deutschland jedoch nur einen Bruchteil dessen – gleich ob Privatanleger oder institutionelle Investoren. Es spricht folglich einiges dafür, dass sich die Schere zwischen hoher Attraktivität und geringer Anlagequote, die in Deutschland in punkto Aktien besteht, endlich zu schließen beginnt. Bei MAX21 übertrafen die Zeichnungsbekundungen der potenziellen Investoren die Anzahl der zur Verfügung stehenden Aktien jedenfalls um ein Vielfaches.